Schatten über dem Schnoor – Kapitel 1

Kapitel 2 – Das Ende
📚 Die Geschichte „Schatten über dem Schnoor“ eignet sich ab A2-Niveau.
🧠 Sie enthält Tooltips, Sprachwahl und den freundlichen Papagei Plapper Paul, der dir bei schwierigen Wörtern hilft.
🧭 Es wird bald eine interaktive Stadtkarte geben – erkunde Bremen mit Geschichten und Bildern.
🖼️ Tipp: Eins der Bilder ist falsch – oder enthält zu viele Dinge. Kannst du erraten, welches?
🎧 Du kannst die Geschichte direkt anhören oder als MP3-Dateien herunterladen.
📍 Weitere Infos über Bremen findest du im Stadtteil-Bereich.
🔍 Hintergrund: Der Schnoor, die Schlachte und die Bremer Stadtmusikanten
Der Schnoor ist das älteste Viertel in Bremen mit engen Gassen und mittelalterlichen Häusern. Er liegt in der Altstadt und zieht viele Besucher an.
Die Schlachte ist die historische Uferpromenade entlang der Weser mit vielen Restaurants und Biergärten – ein beliebter Treffpunkt, besonders im Sommer.
Die Bremer Stadtmusikanten sind ein berühmtes Märchen der Gebrüder Grimm. Es erzählt von einem Esel, einem Hund, einer Katze und einem Hahn, die gemeinsam nach Bremen ziehen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Eine Statue der Tiere steht am Bremer Rathaus.
🌍 Info auf Arabisch (العربية)
القصة مناسبة من المستوى A2. يمكنك الاستماع إليها أو تنزيلها. يوجد ببغاء اسمه "بلابر بول" يساعدك في فهم الكلمات الصعبة. قريبًا ستجد خريطة تفاعلية لمدينة بريمن.
🌍 Info auf Französisch (Français)
L'histoire convient à partir du niveau A2. Vous pouvez l'écouter ou la télécharger. Le perroquet "Plapper Paul" peut vous aider à comprendre les mots difficiles. Une carte interactive de Brême sera bientôt disponible.
🌍 Info auf Russisch (Русский)
История подходит с уровня A2. Вы можете прослушать её или скачать. Попугай «Плаппер Пауль» поможет понять трудные слова. Скоро появится интерактивная карта Бремена.
📥 Hörbuch-Download
Du kannst beide Teile von „Schatten über dem Schnoor“ hier als MP3-Dateien herunterladen:
📚 Schatten über dem Schnoor – Gesamte Geschichte
Eine interaktive Kriminalgeschichte auf A2-Niveau. Kommissarin Becker ermittelt in Bremen – vom Schnoor bis zur Galerie in der Böttcherstraße.
Kapitel 1: Ein Fund im Schnoor
Es ist früh am Morgen. Der Schnoor ist ruhig. Nur ein paar Tauben sitzen auf den Dächern.
Frau Thomsen, die Nachbarin, geht mit ihrem Hund spazieren. Plötzlich bellt der Hund und läuft zu einem kleinen Laden.
Die Tür steht offen. Frau Thomsen ruft, aber niemand antwortet.
Langsam geht sie hinein. Zwischen alten Bildern und Vasen liegt ein Mann auf dem Boden. Er bewegt sich nicht.
Sie schreit. Dann nimmt sie ihr Handy und ruft die Polizei.
Wenig später kommt Kommissarin Nora Becker. Ein Beamter sagt ihr: „Das ist Herr Faber. Er war Kunsthändler – der Laden gehörte ihm.“
Becker sieht sich um. „Keine Einbruchsspuren“, sagt sie leise.
Im Schaufenster fehlt ein Gemälde. Auf dem Tresen liegt ein zerknicktes Blatt Papier. Becker hebt es auf. Es ist eine Rechnung – mit dem handgeschriebenen Namen: Galerie Merten, Böttcherstraße.

Fragen zum Kapitel 1
Frage: Wer ist der Tote im Laden?
Herr Faber, ein Kunsthändler.
Frage: Was fehlt im Schaufenster?
Ein Gemälde fehlt.
Frage: Was entdeckt Kommissarin Becker auf dem Tresen?
Eine Rechnung mit dem Namen „Galerie Merten, Böttcherstraße“.
Wortschatz
- die Taube – pigeon
- die Nachbarin – neighbor
- der Laden – shop
- der Boden – floor
- sie schreit – she screams
- die Kommissarin – female detective
- die Einbruchsspuren – signs of a break-in
- das Schaufenster – shop window
- das Gemälde – painting
Kapitel 2: Die Ermittlerin
Kommissarin Becker geht über den Marktplatz. Es ist noch früh, aber Touristen stehen schon bei den Bremer Stadtmusikanten.
Ein Kind streichelt die Eselnase. Die Mutter sagt: „Das bringt Glück!“
Becker bleibt kurz stehen. Sie denkt an den Toten im Schnoor. Wer war er? Und warum ist das Gemälde verschwunden?
Plötzlich spricht sie ein Mann an. „Ich habe gestern Nacht etwas gesehen“, sagt er leise. „Ein Mann kam aus dem Laden – groß, dunkler Mantel. Er hatte eine Rolle unter dem Arm.“
„Wohin ging er?“ fragt Becker. „Richtung Schlachte“, sagt der Mann. Dann verschwindet er schnell in der Menge.
Becker notiert sich den Hinweis. Sie erinnert sich an die Rechnung im Laden. „Galerie Merten – das könnte wichtig sein“, denkt sie.
Herr Faber war als Händler bekannt. Einige Kollegen hatten ihr erzählt, dass er ein Bild besaß, das ein Galerist schon öfter kaufen wollte – vergeblich.

Fragen zum Kapitel 2
Frage: Was erfährt Becker von dem Mann?
Er hat einen Mann mit einer Rolle aus dem Laden kommen sehen.
Frage: Warum denkt Becker an die Galerie?
Weil sie im Laden eine Rechnung mit dem Namen „Galerie Merten“ gefunden hat.
Frage: Was hat sie über Herrn Faber erfahren?
Dass er ein wertvolles Gemälde besaß, das ein Galerist kaufen wollte.
Wortschatz
- der Marktplatz – marketplace
- streicheln – to pet, stroke
- denken an – to think about
- die Eselnase – donkey’s nose
- das Gemälde – painting
- die Rolle – roll, tube
- verschwinden – to disappear
- die Schlachte – promenade by the river in Bremen
Kapitel 3: Die Spur an der Schlachte
Am Weserufer ist es noch ruhig. Kommissarin Becker geht langsam die Schlachte entlang. Plötzlich hört sie Schritte hinter einem Lagerhaus. Sie geht um die Ecke – ein Mann rennt davon!
„Halt! Polizei!“ ruft sie und läuft ihm nach. Der Mann verschwindet in einer Seitengasse, aber dabei fällt ihm eine Rolle herunter. Becker hebt sie auf. Innen steckt ein kleines Stück eines Gemäldes – zerrissen.
Daneben liegt ein Aufkleber: „Galerie Merten“. Becker notiert den Fund. Dann erreicht sie die Zentrale – der flüchtige Mann wurde gefasst. Beim Verhör sagt er: „Ich sollte nur das Bild holen. Ich wusste nicht, dass jemand da ist. Es sollte ruhig ablaufen.“
Becker fragt: „Wer hat Sie beauftragt?“ – „Ich weiß es nicht. Das Geld lag im Schließfach am Bahnhof. Aber ich sollte es an jemanden an der Galerie übergeben.“

Fragen zum Kapitel 3
Frage: Wen verfolgt Kommissarin Becker?
Einen flüchtenden Mann mit einer Rolle unter dem Arm.
Frage: Was findet sie nach der Flucht?
Eine Rolle mit einem zerrissenen Gemäldestück und einen Aufkleber der Galerie Merten.
Frage: Was sagt der Mann im Verhör?
Er sollte nur das Bild stehlen und es an der Galerie übergeben.
Wortschatz
- die Schlachte – riverside promenade
- das Lagerhaus – warehouse
- die Seitengasse – side alley
- die Rolle – tube, scroll
- das Gemälde – painting
- zerrissen – torn
- der Aufkleber – sticker, label
- das Schließfach – locker
Kapitel 4: Die Galerie in der Böttcherstraße
Die Böttcherstraße ist belebt. Zwischen kleinen Läden liegt eine Galerie. Kommissarin Becker betritt den Raum.
„Kann ich helfen?“ fragt ein Mann mit Brille. Becker zeigt ihren Ausweis und sagt: „Ich suche dieses Bild.“ Sie zeigt das Foto des zerrissenen Stücks. Der Mann zögert. „Sieht ähnlich aus. Ein Kunde hat es gestern gebracht.“
Becker bemerkt ein Detail: Ein kleiner Namenszug – identisch mit dem von Fabers Gemälde. „Wir prüfen das. Bleiben Sie erreichbar.“

Fragen zum Kapitel 4
Frage: Wo ist Becker in diesem Kapitel?
In der Galerie Merten in der Böttcherstraße.
Frage: Was entdeckt sie im Bild?
Den Namenszug des verstorbenen Herr Faber.
Wortschatz
- die Galerie – gallery
- der Namenszug – signature
- zögern – to hesitate
- identisch – identical
Kapitel 5: Auflösung in der Galerie
Becker kehrt mit einem Durchsuchungsbefehl zur Galerie zurück. Der Galerist wird nervös. „Ich wollte das Bild. Aber ich habe nie gesagt, dass jemand sterben soll!“
Die Polizei durchsucht die Räume. Hinter einem Schrank finden sie die fehlenden Teile des Bildes – zusammen mit einem Umschlag mit Geld. Der Mittelsmann hatte Recht: Das Bild war für die Galerie bestimmt.
Becker sagt ruhig: „Sie haben es bestellt. Sie haben bezahlt. Und jemand starb. Das reicht.“ Der Galerist wird abgeführt.

Fragen zu Kapitel 5
Frage: Was findet die Polizei?
Die fehlenden Bildteile und einen Umschlag mit Geld.
Frage: Was sagt der Galerist zur Tat?
Er wollte nur das Bild – keinen Mord.
Frage: Was sagt Kommissarin Becker am Schluss?
„Sie haben bezahlt. Jemand starb. Das reicht.“
Wortschatz
- der Durchsuchungsbefehl – search warrant
- abführen – to take away (under arrest)
- der Umschlag – envelope
- genug – enough
- jemand starb – someone died